Für IT-Leitung, Datenschutz und Betriebsrat
KI auf Ihre Firmendaten.
Ohne dass die Daten irgendwohin gehen.
Diese Seite ist zum Weiterleiten geschrieben. Sie beantwortet die Fragen, an denen KI-Piloten in deutschen Unternehmen scheitern: Wer verarbeitet was, wo liegen die Daten, was sieht das Modell, wer kann das prüfen — und was das Produkt nicht tut.
IT-Leitung
Ein Binary, das Sie hashen und selbst betreiben können. Read-only auf Quellsysteme, die Sie bereitstellen. Kein Integrationsprojekt in SAP.
Datenschutz
Kein eigenes KI-Modell in der Verarbeitungskette. Klare Rollen pro Betriebsmodell. Ein Manifest, das wörtlich sagt, was erreichbar ist.
Betriebsrat
Wir behaupten nicht, dass keine Betriebsvereinbarung nötig ist. Wir liefern die technische Beschreibung, mit der sie kurz wird.
Was das Produkt ist, in einem Absatz.
IOT Data Flow ist eine dedizierte Daten-Box pro Unternehmen — ein einzelnes Binary, das Ihre bestehenden Datenbanken nur lesend anbindet, daraus kuratierte Kennzahlen und geprüfte Abfragen macht und diese über drei Wege bereitstellt: an einen KI-Assistenten über das offene MCP-Protokoll, an Excel über Power Query, und an Ihre Engineers über SQL und REST. Jede Abfrage wird protokolliert. Nichts wird in ein SaaS kopiert, es gibt keine gemeinsame Plattform mit anderen Kunden.
Die Box enthält kein Sprachmodell und ruft keines auf. Das Modell ist der KI-Client, den Ihr Unternehmen bereits vertraglich geregelt hat.
Die Grenze: Wir rühren Ihre Quellsysteme nicht an.
Sie stellen Read-only-Zugangsdaten auf eine Datenbank oder einen Export bereit; Ihr Netzwerk-Team wählt IP-Allowlist, SSH-Tunnel oder WireGuard. In Ihrem Netzwerk wird nichts installiert, es gibt keinen eingehenden Zugriff, und ein schreibblockierender Query-Guard mit Timeouts und Zeilenlimits sitzt vor jeder Verbindung. Kein externer Dienstleister legt Zugriffspfade in Ihr SAP, Ihre AS400 oder Ihr Data Warehouse — die Anbindung dorthin bleibt Ihre Hoheit, meist über Replikation, Views oder Exporte, die Sie ohnehin schon haben. Haben Sie eine Integrationsplattform wie Boomi, MuleSoft oder Lobster, ist der übliche Weg eine lesende Landing-Datenbank, die Ihr Integrationsteam aus den Quellsystemen befüllt — die Box liest nur diese.
Was Sie lesend bereitstellen können, kann befragt werden. Alles andere liegt außerhalb.
Was heute angebunden werden kann
PostgreSQL, MySQL und MariaDB, DuckDB, Parquet-Dateien, PDF-Dokumente (etwa Handbücher und Richtlinien) sowie in der Box gepflegte Tabellen. Liegt Ihr Warehouse auf einem anderen System — SQL Server, DB2, Oracle, Snowflake — klären wir vor dem Vertrag, ob es über einen bestehenden Export angebunden werden kann oder ob eine Anbindung entwickelt werden muss. Wir versprechen keine Konnektoren, die es noch nicht gibt.
Das Modell ist Ihres, nicht unseres.
Die Box spricht das offene Model Context Protocol (MCP). Der KI-Client, in dem Ihre Geschäftsführung fragt, ist damit der, den Sie schon nutzen und dessen Vertrag Ihr Datenschutz schon geprüft hat. In Produktion betreiben wir das heute mit Claude; andere MCP-fähige Clients prüfen wir mit Ihnen vorab, bevor wir sie zusagen.
Was den Anbieter des KI-Clients erreicht, sind ausschließlich die Zeilen, die für eine konkrete Antwort zurückgegeben wurden — unter Ihrem eigenen Vertrag mit diesem Anbieter. Die Box schiebt nie von sich aus Daten irgendwohin, trainiert nichts und beantwortet nur, was gefragt wird. Für Ihre strengsten Daten gibt es Curated-only-Links: Die KI sieht freigegebene Aggregate, die zugrunde liegenden Rohtabellen sind über diesen Link technisch nicht erreichbar.
Durch IOT Data Flow kommt kein zusätzlicher KI-Anbieter in Ihre Verarbeitungskette.
Betriebsmodelle und Auftragsverarbeitung.
Dasselbe Produkt gibt es in drei Betriebsmodellen. Welche Rolle wir nach Art. 28 DSGVO haben, hängt allein davon ab, ob wir auf die Box zugreifen können:
| Modell | Wo läuft die Box | Wer betreibt | Unsere Rolle |
|---|---|---|---|
| Managed | Dedizierter Server auf EU-Infrastruktur (Deutschland oder Finnland) | Wir: Bereitstellung, Updates, Monitoring, Backups | Auftragsverarbeiter. Wir schließen mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. |
| Your Cloud | In Ihrem Cloud-Account oder VPC — Sie halten die Schlüssel | Wir aus der Ferne: Updates, Monitoring, Kuratierung | Auftragsverarbeiter, weil Fernzugriff besteht. AVV wie oben; Backups bleiben in Ihrem Speicher. |
| Self-Hosted | Wo Sie wollen, Air-gap-fähig | Ihr Team, wir unterstützen | Kein Zugriff auf Ihre Daten, daher keine Auftragsverarbeitung — es sei denn, Sie räumen ihn für einen Support-Fall ausdrücklich ein. |
Für Konzern-Einkauf und Risikomanagement ist das dritte Modell meist das einfachste: eine Jahreslizenz für ein Binary, das Ihre IT selbst betreibt, mit Updates und Support-SLA, ohne dass ein Einzelunternehmen operative Verantwortung für Ihre Daten trägt. Die gesamte Konfiguration einer Box liegt als lesbares YAML-Manifest vor — ein Wechsel zwischen den Modellen ist ein Umzug, kein Neuanfang.
Mitbestimmung — ehrlich.
Das Audit-Log protokolliert, wer wann welche Frage gestellt hat, welches SQL daraus wurde und wie viele Zeilen zurückkamen. Damit ist die Box eine technische Einrichtung, die geeignet ist, Verhalten von Beschäftigten zu erfassen — und das ist der Maßstab von § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, unabhängig davon, wo Daten liegen oder ob ein Modell beteiligt ist. Wer Ihnen sagt, ein KI-Werkzeug sei „mitbestimmungsfrei“, weil es datensparsam ist, verwechselt Datenschutz mit Betriebsverfassung.
Was wir stattdessen tun: Wir machen die Vereinbarung kurz. Der Zweck des Audit-Logs ist Datensicherheit und Nachweis, nicht Leistungskontrolle. Welche Daten über welchen Link erreichbar sind, steht wörtlich im Manifest und lässt sich als Anlage beifügen. Zugriff ist ausschließlich lesend. Und welche Quellen überhaupt angebunden werden — ob darin Beschäftigtendaten vorkommen oder nicht — entscheiden Sie bei der Einrichtung, nicht die KI im Nachhinein.
Der Betriebsrat bekommt kein Versprechen, sondern eine Konfigurationsdatei, in der steht, was die KI erreichen kann.
EU AI Act — was das Produkt ist und was nicht.
Die Risikoklasse nach der KI-Verordnung ergibt sich aus Ihrem Anwendungsfall, nicht aus dem Ort der Verarbeitung. Eine Anwendung, die Beschäftigte bewertet, zuteilt oder überwacht, fällt unter Anhang III und ist Hochrisiko — gleich mit welchem Werkzeug. Eine Anwendung, die der Geschäftsführung Umsätze und Bestände beantwortet, ist es nicht. IOT Data Flow selbst enthält kein Modell, trifft keine Entscheidungen und erzeugt keine Ausgaben; es liefert Daten an ein KI-System, das Sie einsetzen und verantworten. Die Einordnung Ihres Gesamtsystems nehmen Sie mit Ihrem Datenschutz- und Rechtsteam vor; wir liefern die technische Beschreibung, die dafür nötig ist.
Für das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten.
Die Angaben, die Ihr Datenschutz für den Eintrag nach Art. 30 DSGVO braucht, in der Reihenfolge des Formulars:
- Zweck: Auswertung von Unternehmensdaten aus bestehenden Quellsystemen für Berichts- und Analysezwecke, lesend.
- Datenkategorien: die, die in den von Ihnen angebundenen Quellen enthalten sind — die Box erzeugt keine neuen Kategorien.
- Empfänger: die Box (Ihre Infrastruktur oder unsere im Modell Managed) sowie der Anbieter des KI-Clients unter Ihrem Vertrag, ausschließlich für die Zeilen einer konkreten Antwort.
- Speicherorte: Quellsysteme unverändert; die Box mit Konfiguration, Audit-Log und kuratierten Datensätzen; Backups clientseitig verschlüsselt, im Modell Managed auf EU-Infrastruktur, sonst in Ihrem Speicher.
- Drittlandübermittlung: durch die Box keine. Ob der von Ihnen gewählte KI-Client eine bedeutet, regelt Ihr Vertrag mit dessen Anbieter.
- TOM: physische Isolation pro Kunde, Read-only-Query-Guard, verschlüsselte Zugangsdaten auf der Box, begrenzte und widerrufbare Zugriffslinks, vollständiges Audit-Log mit Zeilenzahlen, verschlüsselte Backups — im Detail auf der Sicherheitsseite.
Was Sie bekommen, wenn Sie Ja sagen.
- Die Sicherheitsarchitektur auf einer Seite, für Ihr Security-Team.
- Das YAML-Manifest Ihrer Box — die vollständige Konfiguration, prüfbar im Code-Review, als Anlage für Datenschutz und Betriebsrat.
- Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO in den Modellen Managed und Your Cloud.
- Das Audit-Log als Nachweis: wer, wann, welches SQL, wie viele Zeilen.
- Eine Einrichtungswoche mit uns, in der Ihre Kennzahlen, Guides und geprüften Abfragen entstehen — mit dem erklärten Ziel, dass Ihr Team sie danach selbst pflegt.
Grenzen, damit Sie nicht enttäuscht werden.
- Wir bauen keine SAP-Schnittstelle. Sie stellen eine lesende Datenbank oder einen Export bereit.
- Anbindungen jenseits der oben genannten Systeme gibt es nicht auf Zuruf; wir klären sie vor dem Vertrag.
- Die Antworten der KI sind so gut wie die Kuratierung: Welche Tabellen zählen, was ein Feld bedeutet, wie eine Kennzahl berechnet wird. Diese Arbeit verschwindet nicht — sie wird in der Einrichtungswoche gemacht und bleibt dann als Konfiguration bei Ihnen.
- Wir sind ein kleines Unternehmen. Dass Sie nicht abhängig sind, ist deshalb Architektur, nicht Versprechen: ein Binary, ein Manifest, Ihre Datenbanken — Sie können jederzeit ohne uns weiterbetreiben.
Nächster Schritt
Zeigen wir es auf Ihren Daten.
Bringen Sie Read-only-Zugangsdaten auf eine Datenbank mit, die Sie freigeben dürfen. Wir zeigen, was daraus in einer Woche wird — und welche Gremien dafür was brauchen.